Univ.Prof. Dr.med. Marguerite Dunitz-Scheer

BESTPRACTICE: Telemedizinische Versorgung von Kleinkindern am Beispiel des Netcoaching Programms


Kurzbeschreibung zur Person:

Univ. Prof. Dr. Marguerite Dunitz-Scheer, geboren in Maryland, USA, studierte Medizin in Zürich und Graz. Sie promovierte 1981 und schloss 1986 die Spezialisierung zum Facharzt für Kinderheilkunde ab. 1991 wurde sie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (Gestalttherapie). Von 1994 bis 2017 war sie Dozentin an der Universität Graz und stellvertretende Leiterin der Abteilung für Psychosomatik am Universitätsklinikum für Kinder- und Jugendheilkunde in Graz, mit besonderem Fokus auf frühkindlichen Essverhaltensstörungen und Sondenabhängigkeit. Sie ist häufig als Vortragende bei Konferenzen auf der ganzen Welt unterwegs und hat zahlreiche Publikationen zum Thema verfasst. Sie ist Gründungsmitglied und ehemalige Vorsitzende der Deutschsprachigen Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit (GAIMH), Mitglied der WAIMH, der Arbeitsgruppe DC 0-3R und korrespondierendes Mitglied der American Association for Child and Adolescent Psychiatry. Sie ist Mitgründerin von NoTube gemeinsam mit Peter Scheer die Hauptverantwortliche für das medizinische Coaching und Beratung, sowie ärztliche Leiterin des Notube Ambulatoriums in Graz.


Informationen zu "BESTPRACTICE: Telemedizinische Versorgung von Kleinkindern am Beispiel des Netcoaching Programms"

Durch den Fortschritt in der Neonatologie kommen Kinder immer früher und auch mit komplexeren medizinischen Problemen auf die Welt. Daher kommt es auch immer häufiger vor, dass Kleinkinder aus medizinischen Gründen (z.B. nach extremer Frühgeburt, Fehlbildungen, Operationen, Entwicklungsverzögerung, etc.) vorübergehend über eine Magen- oder Nasensonde künstlich ernährt werden müssen. Eine Sondenentwöhnung bezeichnet den Prozess, diesen Kindern das selbstständige orale Essen zu (wieder) erlernen. Dieser Erfolg wurde dadurch möglich, dass die GründerInnen von NoTube ein telemedizinisches Behandlungsprogramm, das sogenannte Netcoaching, entwickelten, mit dem Kinder auf der ganzen Welt erreicht und von der Sonde entwöhnt werden können. Die Idee für das Netcoachingprogramm entstand, um Familien weite Reisen zur Behandlung nach Graz, und den betroffenen Kindern belastende Krankenhausaufenthalte zu ersparen. Außerdem mussten sie für die stationäre Behandlung in Graz lange Wartelisten in Kauf nehmen. Das Netcoachingprogramm ist das weltweit einzige rein telemedizinische Sondenentwöhnungsprogramm, dessen Wirksamkeit auch durch zwei klinische Studien geprüft und bestätigt wurde. Die Behandlung durch das Netcoaching Programm erfolgt über ein speziell entwickeltes online-Beratungssystem, durch das Eltern täglich mit dem interdisziplinären Therapeutenteam kommunizieren können.

Mittlerweile konnten bereits über 800 Kinder aus über 30 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt erfolgreich behandelt und zu einem sondenfreien Leben verholfen werden. Die Erfolgsquote der Online-Sondenentwöhnung liegt bei über 90% und damit sogar noch höher als bei vergleichbaren konventionellen Therapieformen. Damit ist das Netcoaching das quantitativ größte und erfolgreichste Sondenentwöhnungsprogramm weltweit.


Der Vortrag zum Nachschauen:

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